Praxis für Parodontologie und Implantologie

Dr. Edith Hernichel-Gorbach M.Sc

Behandlung von Mundgeruch

- Durch den Zahnarzt -

Mit einem Fragebogen kann zunächst die Ursache der Entstehung des Mundgeruches eingegrenzt. Liegt die Ursache im Mundbereich, so gibt eine klinische Untersuchung Aufschluss über die parodontale Gesundheit des Patienten. Bei Bedarf müssen entsprechende Laboruntersuchungen angeschlossen werden. Abhängig vom Untersuchungsergebnis wird die notwendige Behandlung eingeleitet. Dies kann zum Beispiel eine professionelle Zahnreinigung oder eine systematische Parodontitisbehandlung sein.

- Was der Patient selbst tun kann -

Reinigung der Zunge

In zahlreichen Studien konnte gezeigt werden, dass eine adäquate Zungenreinigung zur deutlichen Reduktion der von anaeroben Bakterien verursachten flüchtigen Schwefelverbindungen und somit zur Verminderung des Mundgeruches führt. Auch die Zahl der für Karies verantwortlichen Bakterien (Streptococcus mutans) wird deutlich reduziert. Daher sollten Patienten eine tägliche Reinigung der Zunge mittels eines Zungenbürstchens vornehmen. Hierbei ist die Reinigung des hinteren und mittleren Zungendrittels besonders wichtig. Dabei wird der Zungenreiniger bei geöffnetem Mund und herausgestreckter Zunge solange mit nur leichtem Druck von hinten nach vorne geführt, bis nur noch ein geringfügiger oder kein Belag mehr sichtbar ist. In Abhängigkeit von der Breite und Oberfläche des Zungenreinigers ist dies etwa 5 bis 15 mal erforderlich. Kann die Zunge nicht ruhig gehalten werden, sollte sie an der Spitze mit Daumen und Zeigefinger oder mit einem sauberen Waschlappen festgehalten werden. Nach der Zungenreinigung wird der Mund mit Wasser gespült und die Beläge aus dem Mund entfernt.

Mundspüllösungen

Zusätzlich zur Zungenreinigung können desinfizierende Spüllösungen unterstützenden zum Einsatz kommen. Folgende Präparate sind bisher auf eine Wirksamkeit bei Halitosis (Mundgeruch) wissenschaftlich geprüft worden:

Chlorhexidin-Digluconat, Zinkchlorid, Cetyl-Pyridin-Chlorid (CPC), Wasserstoffperoxid, Triclosan, Aminfluorid, Zinnfluorid und essenzielle Öle. Da diese Produkte zum Teil Nebenwirkungen, wie zum Beispiel braune Verfärbungen der Zähne und der Zunge, mit sich bringen, sollte deren Einsatz mit dem Zahnarzt besprochen werden.

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